Danavs


Danavs

DANĂVS, i, Gr. Δαναὸς, ου, ( Tab. XVIII.) des Belus und der Anchinoë Sohn, und Zwillingsbruder des Aegyptus, bekam von seinem Vater Libyen zu bewohnen, allein auch mit seinem Bruder, nach des Vaters Tode, des Reichs wegen Händel, daß er endlich Aegypten verlassen und sein Bleibens anderwärts suchen mußte. Es veranlassete ihn aber dazu insonderheit das Orakel, welches ihm seinen bevorstehenden Tod verkündigte. Er erbauete also, auf der Minerva Rath, ein Schiff mit funfzig Rudern nach der Anzahl seiner Töchter. Dieses soll das erste lange Schiff gewesen und Danais genannt worden seyn. Schol. Apollon. L. I. v. 4. Andere wollen, er sey gar der erste gewesen, der ein Schiff gebauet habe, indem man sonst nur auf Flößen gefahren. Plin. H. N. L. VII. c. 56. und dieses Schiff sey Argo genannt worden. Lactat. ad Stat. Theb. II. 222. Cf. Mezir. Comment. sur les ep. d'Ovid. T. II. p. 77. & 81. Er gieng auf solchem, nebst seinen Töchtern, und seiner ganzen Hofstatt zuerst nach Rhodus, woselbst er der lindischen Minerva eine Statue errichtete, worauf er nach Argos kam, und von dem Helanor selbst dasiges Königreich erhielt, da er denn dessen Einwohner von sich Danaer nannte. Einige Zeit hernach kamen des Aegyptus, seines Bruders, Sohne auch nach Argos, und hielten um dessen Töchter an. Nun gab er ihnen sie zwar, ddch ließ er sie insgesammt die erste Hochzeitnacht, durch eines jeden seine zugefallene Braut, hinrichten, die Hypermnestra aber, weil sie des Lynceus verschonet hatte, gefangen legen. Endlich gab er sie doch dem Lynceus, und setzete die übrigen zum Preise bey einem Wettlaufen auf, worauf ihm denn endlich gedachter Lpnceus in dem Reiche folgete. Apollod. lib. II. c. 1. §. 4. 5. & c. 2. §. 1. Er soll aber gedachte seine funfzig Töchter, nach einigen, mit der Euryopa, des Nilus Tochter, Phlegon Trall. ap. Muncker. ad Hygin. Fab. 168. nach andern aber mit zehn Frauen gezeuget haben, unter denen Europa die eigentliche Gemahlinn geheißen. Apollod. l. c. Seine eigentliche Geburtsstadt soll Chemmis, in Thebais, gewesen seyn; Herodot. Euterp. s. L. II. c. 91. Das Reich soll er von dem Helanor, oder, wie er sonst genannt wird, Gelanor, nicht ohne Streit erhalten haben, wobey ihm denn sonderlich zu Statten gekommen, daß man gesehen, wie ein Wolf den Brummochsen unter der ganzen Heerde Rinder angefallen und erleget, wovon manjenen auf ihn, den Ochsen aber auf den Gelanor gedeutet, und daher jenem das Regiment genommen und ihmgegeben, wogegen er aber auch dem Apollo unter dem Beynamen Lycius, von λύκος, ein Wolf, einen besondern Tempel errichtete, weil er glaubete, daß Apollo besagten Wolf abgeschicket hätte. Pausan. Corinth. c. 19. p. 118. Seine Herrschaft setzen einige auf ganzer funfzig Jahre, nämlich von 3239 bis 3289. Petav. Rat. Temp. P. II. lib. 2. c. 5. Er soll, nach einigen, eines natürlichen Todes gestorben seyn; Hygin. Fab. 273. nach andern aber, soll ihn Lynceus hingerichtet haben. Schol. Euripid. ap. Kuhn. ad Pausan. Lacon. c. 12. Sieh vorhergehenden Artikel.


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